„Wissen Sie, es gibt eine solche
Menschenart,
die ihr Leben
lang von einem Skandal
zum anderen stolpert.
Gerade
ein solcher Mensch ist heute
bei uns zu Gast.“
V. Topaller am 19.02.2005 über W.
Sinelnikow in der
Fernsehsendung „In New York bei Viktor Topaller“
Wenn man über Wladimir Sinelnikow spricht, so ist allein die Tatsache, daß
er über 100 Drehbücher schrieb und daß 20 davon sowohl mit nationalen als
auch internationalen Preisen ausgezeichnet wurden, ein überzeugender Beweis
für seine ungewöhnliche Kreativität. Doch die eigentliche Bedeutung
seines künstlerischen Schaffens erkennt man erst nach näherer Betrachtung
seines Werkes.
Und damit kann man wirklich Bände füllen.
Unter den Filmen, die nach seinen Drehbüchern entstanden, sind solche,
wie „Akademiemitglied Sachorow - ein Mensch für alle Zeiten“, der in Dutzenden
Ländern gezeigt wurde.
Der vierteilige Dokumentarfilm „Die Glocke von Tschernobyl“ wurde in allen
Ländern dieser Welt, die Fernsehsender hatten, übertragen. Für diesen Film
machte sogar der Papst
(der nie auf die Fragen
der Journalisten geantwortet
hatte) eine Ausnahme
und vertraute
Herrn Sinelnikow seine
Ansichten bezüglich der Überlebenschancen der
Menschheit nach der
Katastrophe von
Tschernobyl an.
Der Name von Wladimir
Sinelnikow steht vor allem
für alles, was ungewöhnlich
und neu ist.
Dafür gibt es viele Beispiele.
Der Film „Ein Tag und
ein Jahrhundert“ - eine
ununterbrochene elfjährige
Beobachtung der Schüler einer Klasse,
von der Vorschule bis
zur Abiturfeier. Eine
wahrhaft einzigartige
Untersuchung der Persönlichkeitsbildung,
ein authentisches Bild der jungen Generation der 80er
Jahre.
Eine besondere Erwähnung verdient ohne Zweifel auch der dreiteilige Film „Erinnerungen an die Gegenwart“, der über das schwierige Verhältnis zwischen
Staat und Persönlichkeit, Staat und Menschenrechte berichtet. Es
werden Schicksale mehrerer sowjetischer Bürgerrechtler aufgezeichnet, sowohl solcher wie
A. Sachorow, W. Bukowski, als auch jene von
heute.
Der Film wurde dem Ziel gewidmet, diese
Namen in die Geschichte des Landes zurückzuholen,
der jungen Generation in Erinnerung
zu rufen, mit welchem Preis die Freiheit
erkauft wurde.
Wenn man den Lebensweg von Wladimir Sinelnikow
vor Augen hat, so ist es nicht verwunderlich,
daß ausgerechnet er dem heikelsten Thema
des 20. Jahrhunderts, dem Ausbruch des
Zweiten Weltkrieges, einen großen Film widmete.
„Der letzte Mythos“ ist eine Suche nach der
Wahrheit im Kantschen Sinne. Ohne Rücksicht
auf Empfindlichkeiten und offizielle Meinungen
und Standpunkte. Keine leichte Aufgabe für einen
prominenten Regisseur, der dadurch
zwangsläufig in einen unüberwindlichen ideologischen
Konflikt mit einer ganzen Reihe von
Würdenträgern geriet.
Diese Arbeit erforderte Mut. Sie zog sich über die ganzen neunziger Jahre
hindurch, stand mehrmals vor dem Scheitern und wurde dann doch fortgesetzt,
bis schließlich im Jahre 1999 der Film im russischen Fernsehen der Öffentlichkeit präsentiert wurde.
Daß er von einem Sturm
der Entrüstung begleitet
wird, stand außer Frage,
doch die tatsächliche Reaktion
der "alten Garde“ übertraf bei weitem alle
Annahmen und Befürchtungen. Neben der Begeisterung
und allgemeinem
Interesse wurden
Verleumdungen und Unterstellungen
ausgesprochen,
Flüche nachgeworfen…
Doch eine sachliche
Diskussion über die
Inhalte des Films blieb im
Wesentlichen aus. Die
wichtigsten Fragen sind
nach wie vor offen.
Aus diesem Grunde entschied
sich der Viktor-Streck-Verlag diesen einmaligen Film von W. Sinelnikow
und I. Schewzow in deutscher Sprache zu vertonen und auch dem
deutschsprachigen Publikum zu präsentieren.
Vorschau
Der 18-teilige Film
„DER LETZTE MYTHOS“
mit einer Gesamtspieldauer von mehr als 8 Stunden
auf 3 DVD9 in einer Box, Sprachen: Deutsch und Russisch
für 39,90 EUR
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Aus dem Film 1: W. Sinelnikow im Gespräch mit V. Suworow (r.)

Aus dem Film 18:
Wladimir Sinelnikow im Gespräch mit dem Urenkel von Bismarck,
H. von Einsiedeln (links).

Aus dem Film 18:
W. Sinelnikow und V. Suworow im Saal des Nürnberger
Justizpalastes, wo vor 60 Jahren das Nürnberger Gericht
tagte.
Viktor Streck Verlag
Parkstraße 1
D-31812 Bad Pyrmont
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